Studie Pflege und Betreuung

Studie zu Transparenzmängeln in Pflege und Betreuung

Unter Leitung der ehemaligen Sozialpolitikerin Barbara Stolterfoht erarbeitete eine Projektgruppe bei Transparency Deutschland eine kritische Bestandsaufnahme zu Pflege und rechtlicher Betreuung. Sie wurde am 13. August 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt:

Barbara Stolterfoht, Anke Martiny. Unter Mitwirkung von Bertram Abel, Brigitte Bührlen, Helga Ebel, Reinhard Leopold, Dina Michels, Prof. Dr. Peter Schönhöfer. Transparency International Deutschland e. V. (Hg.): Transparenzmängel, Betrug und Korruption im Bereich der Pflege und Betreuung. Schwachstellenanalyse von Transparency Deutschland. 52 Seiten. Berlin. 2013

Studie Pflege und Betreuung


Stimmen aus den Medien zu der Veröffentlichung

BR, ARD-Hauptstadtstudio, 13. August 2013

„Zu viel Bürokratie, zu wenig Transparenz, kaum Kontrollen – diese Faktoren erleichtern laut einer Transparency-International-Studie Betrug in der Pflegebranche. Das System lade zu Missbrauch ein, so das Fazit. Und die kriminelle Energie ist mitunter enorm.“

RTL aktuell, 13. August 2013

„Von hohem Bedarf und wenig Resonanz, vom Mangel an Pflegekräften und einer dringend notwendigen Reform wegen des drohenden Kollaps war in den vergangenen Monaten häufig die Rede, wenn das Problem Alter und Pflege thematisiert wurde. Jetzt fällt mit den Studienergebnissen der Antikorruptions-Organisation Transparency International Deutschland erneut ein tiefer Schatten auf die Branche – von Betrug, akuten Missständen und Korruption ist die Rede.“

STERN online, 13. Augusst 2013

„Lasche regeln, zu wenig Kontrollen, zu viel Bürokratie: In der Altenpflege werden laut einer Studie von Transparency jedes jahr Milliarden durch Betrug und Korruption verschleudert.“

FAZ-NET, 13. August 2013

„Auch werde nicht veröffentlicht, wer als Berufsbetreuer zugelassen ist. Ehrenamtliche und berufliche Betreuer unterstünden zwar der gerichtlichen Kontrolle durch Rechtspfleger. Ein Rechtspfleger müsse aber im Durchschnitt über 900 bis 1000 Verfahren beaufsichtigen.“

Süddeutsche.de, 13. August 2013

„Hohe Renditen locken Investoren in den milliardenschweren Pflegemarkt. Der ist so unübersichtlich und wenig kontrolliert, dass Korruption und Betrügereien kaum auffallen. Transparency International hat zusammengestellt, was mit ein bisschen krimineller Energie alles möglich ist.“

Handelsblatt online, 13. August 2013

„Zugleich bemängelt die Antikorruptionsorganisation Defizite bei der Kontrolle von Betreuern. So fehlten für eine selbstständige Tätigkeit als Berufsbetreuer die berufsrechtlich definierten Zugangskriterien, es gebe weder ein eindeutiges Berufsbild noch eine besondere Qualifikation. Vielmehr werde der Zugang von Betreuungsbehörden reguliert – nach welchen Kriterien Betreuer ausgewählt würden, sie aber für Dritte nicht nachvollziehbar.“

DER WESTEN, 13. August 2013

„Transparency International fordert unter anderem mehr Mitbestimmungsrechte für Heimbewohner und deren Angehörige. Zudem sollten für sie die Pflegegutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen einsehbar sein. Als weitere Maßnahme schlägt Transparency International regelmäßige unangemeldete Kontrollen und ein deutschlandweites Register über verstöße von Heimbetreibern vor.“

Frankfurter Rundschau, 14. August 2013

„Transparency macht in seiner Studie auf ein weiteres Problem aufmerksam: Die rechtliche Betreuung von Hilfsbedürftigen. Dabei wird beispielsweise für Menschen mit Demenz durch ein Gericht ein Betreuer gestellt, der die Rechtsgeschäfte übernimmt. Auch da sieht die Organisation viele Möglichkeiten für Missbrauch.“

DIE WELT, 14. August 2013

„Besonders missbrauchsanfällig ist nach Ansicht der Organisation der Bereich der rechtlichen Betreuungen. Die Zahl der Fälle, in der ein Gericht einen Betreuer für einen Pflegebedürftigen anordnet, ist von 420.000 im Jahr 1993 auf 1,3 Millionen im Jahr 2008 gestiegen. Die Kosten explodieren in diesem Zeitraum von fünf auf 630 Millionen Euro.“

taz – die tageszeitung, 14. August 2013

„In der Pflege werde geschmiert und bestochen, gelogen und betrogen, sagt die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland International.“

Cicero online, 14. August 2013

„Auf eine Schätzung der Schadenshöhe durch Betrügereien verzichtet die Studie. Die Hauptprobleme seine mangelnde Transparenz, fehlende Kontrolle, Renditedruck, die „Übermacht der Anbieterseite“ sowie unklare Verantwortlichkeiten. Sorge bereitet den Experten aber auch die Zunahme der Fälle, in denen Gerichte Betreuer für Pflegebedürftige einsetzen.“

 


Seitenanfang ^