Demographischer Wandel

Vor dem Hintergrund einer vergleichsweise niedrigen Geburtenrate seit etwa 1970 sowie einer hohen und sich weiter erhöhenden individuellen Lebenserwartung warnen Wissenschaftler in Deutschland schon seit Jahren vor einem demographischen Wandel, der besondere Probleme und Herausforderungen mit sich bringen wird. Demnach erhöht sich in Deutschland der Anteil der älteren Menschen in Bezug auf die Gesamtbevölkerung. Langfristig nimmt die Gesamtbevölkerung deutlich ab. Auch für den Arbeitsmarkt ist diese Entwicklung bedeutsam. Der Anteil der Jüngeren im Erwerbsfähigen Alter nimmt ab, der der Älteren nimmt zu. Die Zahl der ins Erwerbsleben Eintretenden sinkt im Verhältnis zu denjenigen, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Angesichts dieser im Kern nicht abwendbaren Entwicklung geht man von einem zunehmenden Bedarf an qualifizierten Beschäftigten aus, der sich nicht mehr ohne weiteres über den in Deutschland vorhandenen Arbeitsmarkt decken lässt, so wie er gegenwärtig organisiert ist. Seit geraumer Zeit wird die Problematik analysiert. Appelle und Strategien zur Fachkräftesicherung betonen dabei regelmäßig, wie wichtig es sei, Frauen und Ältere als Zielgruppen in den Blick zu nehmen. Jedoch deutet sich auch hier eine zunehmende Ausschöpfung des Potenzials für den deutschen Arbeitsmarkt ab.

Mit dem Nationalen Integrationsplan 2007 übernahm die Bundesregierung deshalb die Position, dass es zukünftig stärker gelingen muss, bereits in Deutschland lebende Einwanderer mit ihren Qualifikationen für eine Beschäftigung als Fachkraft zu gewinnen. Gerade bei den Personen, die ihre Berufsqualifikation im Ausland absolviert haben, sollen ihre Qualifikationen systematischer beachtet und nutzbar gemacht werden. Hierzu bedarf es deren Einordnung in das deutsche Bildungssystem und somit der Anerkennung. Vor diesem Hintergrund trat 2012 ein Anerkennungsgesetz in Kraft, das diesen Bereich transparenter strukturieren sollte.

Bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse handelt es sich um einen rechtlichen Vorgang im Verhältnis zwischen Staaten im Hinblick auf die von ihnen ausgefertigten Urkunden und deren Relevanz jeweils in ihrem staatlich organisierten Bildungssystem. Jeder Staat bestimmt, unter welchen Voraussetzungen, ob und inwieweit Urkunden, die ein anderer Staat ausgestellt hat, bei ihm gelten. Für die Klärung in jedem Einzelfall sind Behörden zuständig, die hoheitliche Aufgaben wahrnehmen und Bescheide dazu ausstellen. Ein Rechtsanspruch auf ein Verfahren gilt in Deutschland seit 2012.

Da die Materie der Bildungsabschlüsse mit den zahlreichen Staaten weltweit und deren Anerkennung in Deutschland komplex ist, ist die Politik zu der Auffassung gelangt, dass es nicht ausreicht, dass es ein Gesetz gibt und dass es die sogenannten zuständigen Stellen gibt, welche die Bescheide ausstellen.

Man entschloss sich dazu, zusätzlich eine vorgelagerte Erstberatung zur Anerkennung zu schaffen. Sie sollte orientierenden Charakter haben, so dass potenzielle Antragsteller den Weg zur für sie richtigen zuständigen Stelle finden, Aussichten auf einen Verfahrenserfolg erörtert werden und wichtige vorab vorzunehmende Schritte bereits zielgerichtet unternommen werden können. Die Bundesregierung schuf dafür das sogenannte IQ-Programm („Integration durch Qualifizierung“) und drängt die Bundesländer in Deutschland dazu, hierzu ebenfalls Aktivitäten zu entfalten.


Zentrales Referenzprojekt


Fachberatung zur Anerkennung in Nordrein-Westfalen

Fachberatung zur Anerkennung als BBE-Berater im Kreis Soest; in dem Zeitraum wurden mir 80 Beratungsanfragen zugewiesen.
Arbeitgeber: Kreisverwaltung Soest (01/2016 bis 07/2016)

Fachberatung zur Anerkennung als BBE-Berater im Kreis Soest; in dem Zeitraum wurden mir rund 100 Beratungsanfragen zugewiesen.
Auftraggeber: Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland e.V., Soest (07/2016 bis 07/2017)

Fachberatung zur Anerkennung als BBE-Berater in Bochum; in dem Zeitraum wurden mir rund 200 Beratungsanfragen zugewiesen.
Auftraggeber: Wirtschaftsförderung Bochum WiFö GmbH (04/2016 bis 06/2017)

Mehr Informationen zur Anerkennungsberatung durch Bertram Abel:


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