Bertram Abel

Meine Herkunft

Geboren wurde ich im Jahr 1961. Am Stadtrand von Augsburg wuchs ich in einer deutschen Kleinfamilie auf. Mein Vater stammt aus Berlin-Friedenau, meine Mutter aus einem Dorf an der Grenze von Bayern zu Baden-Württemberg. In meinem Elternhaus lernte ich, dass Unterschiede dazu da sind, nach Verbindendem zu suchen, sowie Praktiken einer aktiven Weltoffenheit.

Studium und Existenzgründungsberatung

In Berlin (damals: West) studierte ich Betriebswirtschaft. 1986 schloss ich es mit dem Diplom ab. Gearbeitet habe ich in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin und dem Land Brandenburg. Seit rund 30 Jahren bin ich fast ununterbrochen als Berater tätig. Mehr als 20 Jahre lang war ich als Existenzgründungsberater aktiv. So habe ich mehr als 1000 Businesspläne erstellt oder dabei geholfen, sie zu erstellen. Oft handelte es sich um Gründungen aus Arbeitslosigkeit. Etwa 25 Prozent der von mir Beratenen sind Eingewanderte. Für mich ist es immer wieder beeindruckend mitzuverfolgen, wie bestimmend der einzelne Mensch, seine Ressourcen und seine Ideen für eine Unternehmensgründung sind und zu welch unterschiedlichen Gestaltungen es dabei kommen kann.

Projektmanagement für Landesregierungen

Viele Jahre lang habe ich für Behörden vor allem von Landesregierungen gearbeitet. Dabei habe ich Ziele im Bereich Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Strukturinnovation mit Beratungstätigkeit und Projektmanagement unterstützt. Nach dem Fall der Mauer habe ich von 1992 bis 1996 in Potsdam für das dortige Arbeitsministerium gearbeitet. Es wurde von der ostdeutschen Politikerin Regine Hildebrandt geleitet. Sie kämpfte mit Herz und klarer Sprache für ihre Politik und war dafür bundesweit bekannt. Von 2001 bis 2008 konnte ich mich einem anderen Schwerpunkt widmen: der Beratung in Kunst und Kulturwirtschaft. Auf diesem damals neuen Feld der Wirtschaftsförderung koordinierte ich in Nordrhein-Westfalen den ersten Businessplanwettbewerb. Dieser ging auf eine mutige Initiative der damaligen Arbeitsministerin Ilse Brusis zurück.

Visionäre Kunst

Meine Existenz als Berater hatte ich bereits in den Jahren um 1997 und 1998 durchbrochen. Mit einem selbst ersonnenen, komplizierten Projekt wechselte ich in die Künstlerexistenz. Mit Texten, Aktionen und Zeichnungen reflektierte ich Themen der Wirtschaft und nahm an Ausstellungen teil. In  Ausstellungsbesprechungen wurde mein Kunstprojekt im Berliner „Tagesspiegel“ als „obskures Szene-Gewächs“ und im „Kölner Stadtanzeiger“ als „visionär“ bezeichnet.

Beratung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Seit 2012 ist mein Schwerpunkt die Beratung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Nicht zuletzt angestoßen durch die „Brain Waste“-Studie von Bettina Englmann und Martina Müller wurde 2012 von der Bundesregierung ein Gesetz erlassen, das teilweise neue Regelungen für diesen Bereich in Deutschland vorgibt. Zeitgleich wurden Berater beauftragt, die Umsetzung des Gesetzes zu flankieren. Als einer dieser Spezialisten kenne ich dieses – in Deutschland nach wie vor sehr komplizierte – Gebiet inzwischen sehr gut. In 500 Fällen habe ich seitdem Menschen zu Fragestellungen der Anerkennung beraten können. Seit Mitte 2017 überlagern Probleme mit dem Ordnungsrahmen für eine derartige  Tätigkeit in Nordhrein-Westfalen meine berufliche Situation. Vor diesem Hintergrund  habe ich im Frühjahr 2018 den Entschluss gefasst, meine berufliche Existenz in NRW gänzlich einzustellen und sie in Frankfurt am Main neu aufzubauen.

 

 


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