Freier Anerkennungsberater

Von Januar 2016 bis Juni 2017 war ich hauptberuflich als Anerkennungsberater tätig. Im Zuge der Beendigung der Aufträge, die mich dann betrafen, wurde offenkundig, dass es Unklarheiten zum Status der Berufsausübung gibt. Dies wiederum hat Auswirkungen unter anderem auf arbeitsrechtliche, sozialrechtliche,  haftungsrechtliche sowie steuerliche Gestaltungsfragen.

In den genannten arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen konnte hierzu ein Stück weit mehr Rechtssicherheit geschaffen werden. Es handelt sich um das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Bochum mit der Geschäftsnummer 5 Ca 1092/17 und um das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Hamm mit der Geschäftsnummer 3 Ca 1049/17.

Es ging dabei darum, ob es sich um Arbeitsverhältnisse oder um Verträge von Institutionen mit einem Selbstständigen handelt. In beiden Fällen kamen die Gerichte zu der Einschätzung, dass das Vertragsverhältnis der Institutionen jeweils das mit einem Selbstständigen ist. In dem Gerichtsverfahren zu dem Vertragsverhältnis im Kreis Soest kam es im Februar 2018 zu einem gerichtlichen Vergleich. Ein Urteil in erster Instanz zu dem Vertragsverhältnis in Bochum wurde im Dezember 2017 gesprochen. Die Begründung wurde Ende März 2018 übermittelt.

Den Gerichten war bekannt, dass ich meine Beratungstätigkeit als Anerkennungsberater im Haupterwerb ausführte sowie längerfristig und regelmäßig im Auftrag von insgesamt zwei Institutionen beriet. Mit den beiden identischen rückwirkend geltenden gerichtlichen Klarstellungen zu meiner Tätigkeit bin ich mit hoher Wahrscheinlichkeit der erste gerichtlich bestätigte Anerkennungsberater in Deutschland, der diese Tätigkeit als Beruf auf selbstständiger Basis ausübt.

Mit den Gerichtsbeschlüssen wurde faktisch ein neues Berufsbild selbstständiger Beratung geschaffen, zumindest jedoch bestätigt.


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