büro | abel Beratung

Seit mehr als 25 Jahren berate ich Menschen in Fragen der unternehmerischen Selbstständigkeit. Vor einigen Jahren kam zur Unternehmensberatung die Bildungsberatung mit der Beratung von Personen in Fragen der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen hinzu. Mein Ziel: passgenaue, unabhängige und kritische Beratung. Mein Anspruch: Beratung auf Augenhöhe.
Bertram Abel, Inhaber des büro | abel

Beratung zu ausländischen Qualifikationsnachweisen


Mit Bildungsberatung unterstütze ich Menschen mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen im Prozess von Anerkennungsverfahren und der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt.

Bitte schreiben Sie mir per E-Mail (info@buero-abel.de) oder SMS (Mobil-Nr. 0160 6607568) und nennen Ihren Namen und Ihr Anliegen. Ich werde Ihnen innerhalb von 24 Stunden antworten. Danke!


Aus für profilierte Anerkennungsberatung in Bochum und im Kreis Soest?


Zum April 2012 trat das Anerkennungsgesetz auf Bundesebene in Kraft, sehr spät in Deutschland, leider erforderlich, aber immerhin. Seit diesem Monat bin ich in Nordrhein-Westfalen im Auftrag der Öffentlichen Hand beruflich als Anerkennungsberater aktiv und habe seitdem rund 500 derartige Beratungen durchgeführt. Es gibt wohl nur sehr wenige Personen, die in NRW über derart umfangreiche oder mehr Berufserfahrung in diesem hoch spezialisierten Bereich verfügen.

Mit Anerkennungsberatung sind Beratungen gemeint mit dem Ziel zu klären, ob und wie im Ausland erworbene Qualifikationsabschlüsse in Deutschland von den Behörden anerkannt werden können. Sofern ich derartige Beratungen durchführe, tue ich dies nicht als verlängerter Arm von Arbeitsverwaltungen oder mit dem Effekt eines wie immer gearteten, formellen oder informellen Datenaustauschs mit Ausländerbehörden oder Sozialbehörden. Zu solchen Begehrlichkeiten muss eine unabhängige und glaubwürdige Anerkennungsberatung klar und überzeugend Abstand halten.

Leider wurde mir zum Monatswechsel Juni/Juli 2017 in beiden Fällen kürzlich der Vertrag gekündigt bzw. die Arbeitsgrundlage entzogen. In Bochum war ich bei der Wirtschaftsförderung Bochum WiFö GmbH tätig, einer Gesellschaft der Stadt Bochum. Im Kreis Soest war ich bei der Regionalagentur Hellweg – Hochsauerland e. V. tätig, einer Einrichtung, die in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Soest vom Arbeitsministerium NRW finanziert wird.

Sowohl in Bochum als auch im Kreis Soest wurde diese professionelle und nach vorgegebenen Standards durchgeführte Beratung in Kooperation mit mir erstmals regelmäßig, kostenlos und für alle Interessierten zugänglich angeboten. So wie es die neue Landesregierung in NRW vorsieht: „Jeder soll Zugang zur kostenfreien Beratung im Anerkennungsprozess haben“ (Zitat aus dem Koalitionsvertrag).

Bis zum Zeitpunkt meines erzwungenen Ausscheidens bot in Bochum und im Kreis Soest niemand außer mir diese breit aufgestellte, professionelle und offene Anerkennungsberatung an. Allenfalls gab es zeitweise bzw. in einem recht geringen Umfang und nur in direkten Auftrag von Jobcentern bzw. Arbeitsagentur eine eng definierte Zuarbeit bei von diesen  ausgewählten Kunden.

Dies, obwohl in Bochum und im Kreis Soest zusammen rund 145.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben und seit 2015 mehr als 10.000 weitere Einwohner durch Flucht und Einwanderung hinzugekommen sind. Schätzungen zufolge liegen bei Geflüchteten in rund 20 Prozent der Fälle Nachweise zur beruflichen Qualifikation bzw. zu einem Hochschulabschluss vor. Bei Personen mit Migrationshintergrund liegt der diesbezügliche Anteil bei rund 50 Prozent.

Die Kündigungen sind sehr unverständlich. Begleitet wird dies seitens der Institutionen mit einer Rhetorik, die wirr wirkt. Die Regionalagentur in Soest brachte nachweislich und wider besseres Wissen unzutreffende Bemerkungen in Umlauf. Da ich seit einem Jahr ausschließlich für die beiden oben genannten Institutionen arbeite, bin ich zuversichtlich, dass die mir vorgelegten Verträge wegen des Charakters der Scheinselbständigkeit gerichtlich für ungültig erklärt werden und die Kooperation rückwirkend als reguläres Arbeitsverhältnis anerkannt wird. Immerhin kämpfe ich um das Recht, Arbeitslosengeld zu erhalten, denn ich verfüge seit kurzem über kein Einkommen.

Gerichtlich setze ich mich aber auch für eine Fortführung der Arbeitsverhältnisse ein, denn nur so erhalte ich wieder Zugang zu den Akten, mit denen ich die begonnenen Beratungen weiter führen kann bzw. z. B. Familienmitglieder der Beratenen und andere Menschen, die in den Regionen leben und die von meiner Beratung gehört haben, in diese einbeziehen kann. Eine Klage wurde am 21. Juli 2017, die andere Klage wird am 2. August 2017 bei Gericht eingereicht.

Essen, den 1. August 2017




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